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MENSCHEN Der Golfgott ist ein Oberpfälzer Auf die göttliche Eingebung warten laut Dienstmann Alois Hingerl (Ein Münchner im Himmel) nicht nur bis heute zahlreiche Politiker. Auch Golfer wünschen sich hin und wieder Beistand von ganz oben. Dann zum Beispiel, wenn der Ball vom Tee Richtung Wald zischt, irgendein Baum die Kugel nach einem lauten „Klock“ aber doch noch aufs Fairway spuckt. Wohl dem, der auf dem Platz mit dem Golfgott unterwegs ist. Dem Leibhaftigen. Der ist nämlich 54 Jahre alt, Vorstand Sport & Organisation im G&LC Schmidmühlen (Home of Matti Schmid) und erfolgreicher Systemlieferant für Sitzmöbel. „Die VIP-Stühle in der Allianz Arena in München sind von uns“, sagt Frank Käfer. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Markus Hummel führt er die gleichnamige Firma für Polstermöbeltechnik in Ursensollen. Das liegt im Landkreis Amberg-Sulzbach, in dem sich auch der Golf- und Landclub Schmidmühlen befindet. Dort war Käfer vor rund 20 Jahren Jugendwart. Und er war live beim ersten Hole-in-One des heutigen Olympia-Golfers und PGA Tour-Mitglieds Matti Schmid in Bad Abbach dabei. „Da kann ich mich noch sehr genau erinnern, wie der Matti uns alle gefragt hat, wo sein Ball ist“, so 42 Frank Käfer ist der Golfgott aus der Oberpfalz.
Käfer. Er war im Loch und es war der Anfang der großen Golf-Karriere Schmids aus Schmidmühlen. Und eben genau zu jener Zeit entwickelte Frank Käfer das Konzept des Golfgottes. „Das hat irgendwann eine Mitspielerin auf der Runde mehr im Scherz zu mir gesagt. Dann dachte ich mir, daraus könnte man etwas machen“, sagt der kreative Unternehmer in reinstem Oberpfälzer Dialekt. Er organisierte außergewöhnliche Turniere mit Musik (die Kultband Kiss hat eine Art Vorbildfunktion), die so Event-Namen hatten wie „Golf-Gott Open“ oder „Reich & Sexy“, „Dekadenz Deluxe“ oder „Neid, Geiz & Gehässigkeit“. Es war mächtig was los in dieser Zeit und Frank Käfers Sohn Gianni James Erwin (die Frau ist Britin und die Familie liebt Italien) spielte gemeinsam mit dem jungen Matti. Käfer baute seine Idee weiter aus und hielt den teils abgehobenen, doch so elitären und selbstverliebten Golfern gern den Spiegel vor. „Es war alles mehr als Scherz gedacht, weil ich schon immer eine große Klappe hatte und mir nix gefallen lassen habe. Aber in erster Linie geht es darum, über sich selber lachen zu können und diese ganze Golferei deutlich lockerer und nicht ganz so verklemmt anzugehen als diese ganzen spießigen Schicki-Micki-Golfer“, erzählt der Golfgott aus der Oberpfalz. Wegen seines neuen Spitznamens bekam er sogar Ärger mit dem örtlichen Pfarrer, der die Kinder Käfers partout nicht taufen wollte, weil ein golfender Gott wohl Blasphemie sei. Sogar im Radio berichteten sie damals darüber. Golfgott Frank sorgt für Aufsehen weit über die Grenzen Ambergs hinaus. Auf seiner Homepage schreibt er mit Ironie und unter die Fotos, die ihn mit Schieberkappe, knallbuntem Hemd und hellblauer Schlaghose zeigen: „Der einzige, der wahrhaftige, der umschwärmte Übergolfer. Sein eleganter Schwung, die erotische Hüftbewegung und die Einhandtechnik bringen jung und alt zum Höhepunkt. Die Frauen lieben und bewundern ihn! Sein beeindruckender Auftritt auf dem Platz lässt das Fairway beben und die Bäume zittern. Einzigartig trifft er mit seinem exklusiven Outfit den Zeitgeist aller namhaften Modedesigner. Egal wo er auftaucht, er lässt die Frauenherzen höher schlagen und bringt auch Ihre Veranstaltung zum Kochen.“ Wer‘s nicht glaubt: Den Golfgott kann man buchen. Als Promoter, Unterhalter oder einfach nur als Werbefigur. Und wer Polstermöbel braucht, der ist beim Golfgott aus der Oberpfalz ebenso genau an der richtigen Stelle. Kontaktadresse: golfgott@golfgott.com. Frank Käfer sprüht nur so vor Ideen. Kann gut sein, dass manchen die Nummer mit dem Golfgott zu weit geht. Aber er ist der lebende Beweis dafür, dass es sie noch gibt. Die Typen, die tun, was sie sagen und was sie gut finden. Denen es egal ist, wenn jemand ständig mosert oder motzt. Quasi der Anti-Politiker. „Golf ist ein schwieriges Geschäft. Da musst du schauen, wo du bleibst. Natürlich ist die Golfgott-Nummer provokant. Aber genau das soll sie auch sein. Sie polarisiert und macht neugierig.“ Weitere Infos unter www.golfgott.com Irgendwann im Sommer wird der Golfgott wieder an seinem Lieblingsplatz sitzen. In San Felice del Benaco. Dann wird er am Weinglas nippend sinnieren, was er in der Saison 2025 schon wieder so alles erlebt hat (erleben musste) auf den Golfanlagen dieser Republik. „Wir deutschen Golfer sind manchmal schon ganz besonders komisch“, sagt er. In der italienischen Angelegenheit ist nicht nur der Monaco Franze am liebsten unterwegs. Auch der Golfgott aus der Oberpfalz wird sich am Lago di Garda am Dolce Vita erfreuen, vielleicht ein Kiss-Medley summen und überlegen, wie er seine Schöpfung vollenden könnte. 43
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