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22 Lust auf Reisen Die UreinwohnerSchwedensglaubtendaran, dass die Lichter die Seelen von Verstorbenen sind. Foto: Imago/Cavan Images Buntes Schauspiel am Himmel Nordlichter -und wosie zu findensind Einmal im LebenNordlichter am Himmelbeobachten -das ist der Traum vieler. Unter anderem Norwegen gehört zuden besten Orten der Welt, umdie magischen Lichter zu erleben. Doch wie entstehen sie eigentlich? Hier kommen die wichtigsten Informationen: Derbeste Zeitpunkt VonEnde September bis Ende März lassen sich Aurora Borealis, allgemein Nordlichter genannt, in Norwegen beobachten. „Aurora Borealis“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Dämmerung des Nordens“. Vor allem im äußersten Norden des Landes tanzen die Lichter häufiger über den Himmel. Man sieht sie auch gut, da es von Nachmittag bis späten Morgen dunkel ist. Zwischen 23 und 2Uhr ist allerdings die Hochzeit. Im Frühling (März/April) und im Herbst (September/Oktober) sind dieNordlichterlaut StatistikinNorwegen allerdings am aktivsten. Als Zentrum für Nordlichter-Touren gilt der Ort Tromsø, den man von München aus sogar per Direktflug erreichen kann. Auf den Lofoten stehen die Chancen ebenfalls gut, Nordlichter vor die Linse zubekommen. Aber auch Alta, Lyngen oder Senja sind bei den Lichtjägern beliebte Destinationen. Wichtig ist: Selbst die kleinsten Stadtlichter können die Wahrnehmung stören und das Erlebnis derAurora Borealis trüben. Mansollte sich also ineiner dunklen Umgebung fernab von Lichtverschmutzung aufhalten. Die Lichter in Schweden Ab Anfang September kann man auch in Schwedens hohem Norden den bunten Lichtern am Himmel begegnen. Dieersten Sichtungen machen die Bewohner der nördlichsten Orte, darunter Kiruna und Abisko. Zwischen Dezember und Januar ist das Nordlicht dann Nordlichter tauchen am dunklenNachthimmel auf. Foto: Imago/robertharding in ganz Schwedisch-Lappland zu sehen. Mit einer Fläche von knapp 110000 Quadratkilometern ist die Region so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Neben Kiruna und Abisko sind Jukkasjärvi, ein charmantes 550-Seelen-Dorf, und Gällivare, ebenfalls eine kleine Stadt am Polarkreis, lohnenswerte Ziele, um die Lichter zu beobachten. Auf der offiziellen Tourismusseite Schwedens heißt es: „Generell gilt: Je länger und klarer die Nächte, desto besser die Chancen auf das Nordlicht. An klaren Winterabenden ist die beste Zeit für Nordlichter zwischen 18 Uhr und 2Uhr nachts. Am kräftigsten sind die Nordlichter laut Statistikzwischen 22 und 23 Uhr.“ Bis Anfang April hat man die Chance, dieNordlichter zu sehen. Dann kehrt die Sonne in Schweden zurück, diebekanntlich ein paar Monatescheint -und schließlich kaum mehr untergeht. Die Ureinwohner Schwedens, Samen genannt, glaubten einst,dass die Lichter die Seelen von Toten sind. Man sollte deshalb nicht singen oder tanzen, wenn man sie sah. Denn dadurch könnten sich die Seelen verspottet fühlen -und daraufhin die Schuldigen ins Jenseitsmitnehmen. Drei Fakten über Nordlichter: 1. Die Lichtshow entsteht, wenn geladene Teilchen der Sonne vom Erdmagnetfeld in die Atmosphäre gezogen werden und mit Stickstoff- und Sauerstoffatomen kollidieren. Diese Kollision setzt Blitze aus farbigen Lichternfrei, die wir alsNordlichtersehen. 2. Die Farbe des Lichts hängt von der Art der Atome ab, die an der Kollision beteiligt sind. 3. Die Aurora Borealis ist nicht die einzige Lichtshow, die das Universum bietet. Die südliche Hemisphäre hat eine eigene Version namens Aurora australis -das Südlicht. ANNA WAGNER
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