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MOBILFÜRSKLIMALeserthema: „Mobilität, Netzausbau und nachhaltiges Reisen“ Nr. 124 | Wochenende, 31. Mai/1. Juni 2025Beim Erwerb eines E-Autos spielt der Zustand der Batterie eine entscheidende Rolle. Er beeinflusst nicht nur die Reichweite, sondern auch den Wiederverkaufswert, die Ladeeffizienz und die langfristigen Betriebskosten.Foto: djd/Wirtschaftsgesellschaft Kfz/Timo VolzVertrauen beginnt beim AkkuDas sollte man beim ressourcenschonenden Gebrauchtwagenkauf von E-Autos beachtenDie Nachfrage nach gebrauchtenPkw zeigt sich inDeutschland stabil mit leichtsteigender Tendenz. Wer sich aktuellnach einem jungen Gebrauchtenumsieht, steht neben der Fragenach dem verfügbaren Budgetauch vor der Entscheidung, welcheAntriebstechnik es werden soll –Benzin, Diesel, Hybrid oder dochElektro pur. Dabei spielen nebenUmweltaspekten zunehmendauch die Betriebskosten eine Rolle,die bei Elektrofahrzeugen oftgünstiger ausfallen. Zudem beeinflussenstaatliche Förderungenund regionale Fahrverbote dieEntscheidung vieler Käufer. Und:Das Interesse an gebrauchtenElektrofahrzeugen nimmt zu, lautdem Portal AutoScout24 wuchsdie Nachfrage ab dem drittenQuartal 2024 erstmals schnellerals das Angebot.Wichtigstes Bauteilim gebrauchten StromerEin Grund für die bisherigeElektro-Zurückhaltung beiGebrauchtwageninteressentenist die Unsicherheit, wie sich derZustand des teuersten Bauteils –der Batterie – überprüfen lässt.„Der Batteriezustand ist bei gebrauchtenElektrofahrzeugen einwichtiger Verkaufsfaktor“, bestätigtThomas Peckruhn, Vizepräsidentdes Zentralverband DeutschesKfz-Gewerbe (ZDK). Für den Laienist eine solche Überprüfung kaummachbar, denn die Kilometerleistungund das Fahrzeugalter gebennur bedingt Hinweise auf die Rest-Wie viel Restkapazität hat die Batterie eines gebrauchten E-Autos? UnabhängigeZertifikate geben Auskunft. Foto: djd/Wirtschaftsgesellschaft Kfzkapazität des Akkus. Denn dessenZustand wird von weiteren Faktorenbeeinflusst, wie Temperatur, Ladeverhaltender Vorbesitzer, Ladezyklenoder Fahrstil.Unabhängige Testsgeben SicherheitGefragt sind daherunabhängige Batterietestswie beispielsweisedas Zertifikat vonAviloo, mit dem auchder ZDK zusammenarbeitet.Die Bescheinigunggibt Auskunft über den Gesundheitszustandder Batterie (Stateof Health, kurz SoH). Die Werte werdentransparent in Prozent dargestellt– eine Batterie mit ursprünglich60 Kilowattstunden (kWh) und einerGebrauchteE-Autos sindgefragt – dochder Markt wächstlangsamer als dasInteresse.Kapazität von 80 Prozent stellt alsonur noch 48 kWh zur Verfügung – mitentsprechend verkürzter Reichweite.Bei dem Akkutest wird nicht nur dasVerhalten während der Fahrt gemessen.Hinzu kommt die Analysevon vielen Millionen Datenpunkten.Dadurch erhaltenKaufinteressentendetaillierte Auskünftedarüber, welche realenReichweiten nochmöglich sind, wie sichdie Batterie im Vergleichzu ähnlichen Fahrzeugenschlägt oder ob Defekteauf der Zellebene vorhandensind. Das erleichtert eine bewussteKaufentscheidung und gibt mehrSicherheit, dass keine aufwendigenReparaturen auf den Neubesitzer zukommen.DJD/ MEBSharing-Mobilität – gut für Umwelt und GeldbeutelAutos teilen statt besitzen – diesesPrinzip überzeugt immermehr Menschen in Deutschland.Ob Car-Sharing, E-Scooter oderLeihräder: Für viele gelten die Angeboteder Shared Mobility alsSchlüssel zu mehr Nachhaltigkeitim Verkehr.Laut einer repräsentativen Umfrageim Auftrag des DigitalverbandsBitkom sehen 79 Prozentder Deutschen darin eine umweltfreundlicheAlternative zuherkömmlichen Fortbewegungsmitteln.Nur 18 Prozent äußernBedenken, dass sie eher zu mehrVerkehr und Umweltbelastungführen könnten.Weniger Kosten,mehr MöglichkeitenNeben dem Umweltaspektpunktet das Teilen auch finanziell:83 Prozent der Befragten glau-E-Bikes stehen in vielen Städtenper Smartphone spontan bereit.ben, dass sich durch die Nutzungvon Sharing-Angeboten Geldsparen lässt. Kritischer sehen daslediglich 14 Prozent, die vermuten,dass spontane Buchungeneher zu Mehrkosten führen könnten.Für Menschen ohne eigenesAuto bieten geteilte Fahrzeugenach Ansicht von 73 Prozent derBefragten eine echte Alternative.Zugleich werden sie als flexiblerLückenschluss zum öffentlichenNahverkehr geschätzt – besondersin städtischen Räumen.Mobilitätneu gedachtDass Sharing-Modelle mehrsind als ein urbaner Trend, zeigtder Blick in die Zukunft: Ein Drittelder Deutschen geht davon aus,dass sie den klassischen Fahrzeugbesitzzunehmend ersetzen könnten.Die Hälfte fordert politischeUnterstützung. Auch in ländlichenRegionen steigt das Interesse.„Gerade als Alternative zumeigenen Auto oder als Zubringerzum nächsten Bahnhof könnenSharing-Angebote ein wichtigerBaustein der Mobilitätswendesein. Die Politik muss gerade deshalbShared Mobility von Beginnan in die Infrastrukturplanung integrieren,etwa durch Mobilitätsstationen,die ein leichtes Umsteigenzwischen Sharing-Angebotenund anderen Verkehrsmittelnermöglichen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer BernhardRohleder.Für mehr Ordnung im urbanen Raum sorgen Abstellzonen für Leihfahrräderund -Scooter. Fotos: Imago/Westend61Wunsch nachFörderung wächst67 Prozent der Befragten sehenin der geteilten Mobilität bereitsheute eine echte Alternative zumklassischen Verkehr. Besondershoch ist die Zustimmung füreine stärkere Förderung durchArbeitgeber: 83 Prozent begrüßenZuschüsse zur Nutzung vonSharing-Diensten. Auch in derVerkehrspolitik wird der Ruf nachintegrierten Konzepten lauter, dieSharing-Modelle nicht nur als Ersatz,sondern auch als intelligenteErgänzung zu Bus und Bahnverstehen. Die Ergebnisse stammenaus einer bundesweit repräsentativenTelefonumfrage unter1005 Personen ab 16 Jahren,die Bitkom Research im Sommer2024 durchgeführt hat.Der Trend zum Teilen ist alsokein bloßer Zeitgeist – sondernlängst ein fester Bestandteil imDenken über die Mobilität vonmorgen, der neue Geschäftsmodellefördert, Ressourcenschont, Verkehrsflächen effizienternutzbar macht sowie einenwichtigen Beitrag zur nachhaltigenStadtentwicklung leistet.MEBMehr Platz fürs Pedal:Neuer Radlogistik-HubMünchen geht einen weiterenSchritt in Richtung nachhaltige urbaneLogistik: Ab Juni entsteht aufdem Gelände der ehemaligen Paketposthalleein neuer Radlogistik-Hub mit über 1000 QuadratmeternFläche. Dort sollen Logistikunternehmenkünftig gemeinschaftlichInfrastruktur wie Anfahrtsrampenund Sozialräume nutzen können.Auch Wartungs- und Servicebetriebesowie Showrooms für Lastenradherstellersind Teil des Konzepts.Der Hub ergänzt den bereits erfolgreichenPilotstandort am Viehhof,der seit seiner Eröffnung imAugust 2023 zur Entlastung desstädtischen Lieferverkehrs beiträgt.Immer mehr Zusteller setzen auf dersogenannten „letzten Meile“ aufLastenräder – sie umgehen damitStaus, sparen Zeit bei der Parkplatzsucheund helfen mit, Wohngebietevom Autoverkehr zu befreien.Finanziert wird das neue Projektbis 2027 über Mieteinnahmenund Mittel aus dem EU-FörderprogrammmetaCCAZE. Die StadtMünchen sieht in der Radlogistikein zukunftsweisendes Modell, dassowohl ökologisch als auch praktischüberzeugt.MEBBürgermeisterin Katrin Habenschaden (r.) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel(l.) vor dem 2023 am Viehhof eröffneten Radlogistik-Hub. Foto: Marcus Schlaf
MOBILFÜRSKLIMALeserthema: „Mobilität, Netzausbau und nachhaltiges Reisen“ ANZEIGE Nr. 124 | Wochenende, 31. Mai / 1. Juni 2025Volle Ladung für die ZukunftHX Power setzt mit investorenfinanzierten Schnellladesäulen in bayerischen Kommunen neue MaßstäbeMit einem Pilotprojekt inMaisach zeigt die FirmaHX Power Charge & Solar,wie Elektromobilität ohne öffentlicheInvestitionen Realität werden kann.In der oberbayerischen Gemeindewurde 2024 das erste vollständig investorenfinanzierteSchnellladenetzaufgebaut. Insgesamt sieben Ladepunktesind dabei errichtet worden –darunter fünf AC-Doppellader vomTyp Alfen mit je zwei Ladepunktenà 22 kW sowie zwei DC-SchnellladerAlpitronic HYC50 mit bis zu 50 kW.Die Grundlage des Projekts ist einflexibles Beteiligungsmodell: Die Kommunestellt die Flächen, HX Poweraus Emmering übernimmt Planung,Umsetzung, Betrieb und Wartung –finanziert durch stille Beteiligungenvon Investoren wie dem MünchnerBauträger Terrafinanz. Letzterer erhält70 Prozent des wirtschaftlichenErgebnisses aus den Ladeumsätzen.Die Gemeinde Maisach ist zusätzlichmit fünf Prozent beteiligt.Kompakt und sehr flexibel: die HXPower Family Box für zu Hause.club Obing sind bereits konkret inVorbereitung. Auch Unternehmeninteressieren sich zunehmend fürdie Umsetzung an ihren Standorten.Für Investoren bietet dasBeteiligungsmodell attraktive Perspektiven– mit einer möglichenAmortisation der Einlage bereitsnach wenigen Jahren.Wallboxen fürden PrivatbereichDas Team von HX Power umFirmeninhaber Hermann Aicher (l.)begleitet jede Projektphase.In Maisach stehen nun mehrere öffentlich zugängliche Ladesäulen von HX Power zur Verfügung. Fotos: HX PowerUmgesetzt wurde das zukunftsweisendeProjekt gemeinsam mitder Energielösung Regensburg, einerTochter von Bayernwerk. Sie brachteihre Erfahrung aus über 1500 Ladepunktenein und übernahm alle technischenArbeiten – von der Netzanbindungüber die Beschilderung biszum laufenden Betrieb. Als Backendwird die Software be.energised genutzt.Die Stromversorgung erfolgtdurch lokale Anbieter wie Bayernwerkund die Stadtwerke Fürstenfeldbruck.Die Preise an den Ladepunktenbetragen derzeit 53 Cent pro Kilowattstundean AC-Ladesäulen und63 Cent an den DC-Schnellladern.Alle Standorte sind betriebsbereit,das Netz steht der Öffentlichkeitzur Verfügung. „Wir zeigen, dassLadeinfrastruktur nicht am Geldscheitern muss – wenn Kommune,Wirtschaft und Investoren an einemStrang ziehen“, sagt HermannAicher, Gründer und Geschäftsführervon HX Power Charge & Solar.Mehr als nurStrom tankenIn einer weiteren Ausbaustufe sollenan ausgewählten SchnellladernTouchterminals installiert werden.Diese bieten neben Ladeinformationenauch interaktive Funktionenwie Spiele, TV, Internetzugang undlokale Nachrichten. Damit wird derLadevorgang nicht nur funktional,sondern auch informativ und unterhaltsamgestaltet.HX Power plant, das Modell inweiteren Kommunen auszurollen.Projekte in Eichenau oder am Golf-Ergänzend zur öffentlichen Infrastrukturbietet HX Power auchLösungen für Privathaushalte und Institutionen.Die HX Power Family Boxermöglicht das sichere Laden kleinerElektrofahrzeuge wie E-Bikes, Scooteroder E-Rollstühle – etwa an Fahrradstationenoder in Tiefgaragen.Zudem eröffnet der firmeneigeneE-Shop die Möglichkeit, privateWallboxen zeitweise zur Vermietungfreizugeben. Preise und Nutzungszeitenlassen sich flexibel gestalten –eine praxisnahe Option für moderneMobilitätsnutzung im Alltag.Mehr Informationen unterwww.hxpower.dewww.hxpower.deEine Ladestation für alleHX POWER CHARGE & SOLARinfo@hxpower.de | Telefon + 49 (0)152 02 55 38 74www.hxpower.de
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