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Wiesn Magazin | 2023

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"Willkommen zum Wiesn Magazin 2023 – Ihrem ultimativen Begleiter zum größten Volksfest der Welt! In nur wennigen Stunden beginnt das Spektakel, wenn der Münchner Oberbürgermeister das erste Wiesnbierfass anzapft. Freuen Sie sich auf die traditionelle Oide Wiesn, Mittagswiesn für die ganze Familie und ausgelassene Stimmung in den Festzelten. Genießen Sie die einzigartige Oktoberfestatmosphäre und entdecken Sie alles, was Sie über das Fest wissen müssen. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen die Teilnehmer des Trachten- und Schützenzugs vor, tauchen ein in die bayerische Trachtenkultur und präsentieren die Highlights des diesjährigen Oktoberfests. Erfahren Sie alles über die neuesten Trends, Musik-Highlights und Insider-Tipps für Familien. Wir danken unseren Anzeigenkunden, die uns bei der Erstellung dieses Wiesn-Journals unterstützt haben. Blättern Sie durch unser Magazin und tauchen Sie ein in die fröhliche und friedliche Wiesn! Ihr Andreas Kinshofer und die gesamte Redaktion freuen sich auf eine unvergessliche Wiesn-Saison. Prost!"

28.A MUSIKKAPELLE

28.A MUSIKKAPELLE SCHLECHING, RUHPOLDING, OBERBAYERN Gegründet wurde die Musikappelle Schleching im Jahr 1863. 2013 feierte sie ihr 150-jähriges Bestehen. Seit 2012 sind die Dorf-Musik und Musikkapelle zusammengeschlossen, seitdem ist die Musikkapelle Schleching im gemeinsamen Gewand im Musikverein Schleching e.V. Die Männer tragen eine Lederhose, Kurz- oder Bundhose (bei Schützen), ein rotes Leibe und Aschauer Stopselhut mit Spielhahn-Feder. Frauen sind im Dirndlgewand samt Aschauer Stopselhut mit Spielhahn-Feder zu sehen. Zum ersten Mal beim Trachten- und Schützenzug dabei. 1. Vorstand Georg Mix jun. und 1. Kapellmeister Walter Reisenauer. 28.B GEBIRGSTRACHTENERHALTUNGSVEREIN D´MIESENBACHER RUHPOLDING, OBERBAYERN Gegründet 1893 ist er einer der ältesten und mit fast 700 Mitgliedern auch einer der größten Trachtenvereine im Gauverband I. Es gibt eine Kinder-, Jugend- und Aktive Tanzgruppe, Röckifrauen und Männe sowie eine Musikkapelle und mehrere Stubenmusiker. Aktiven- Tracht (Festtagstracht) mit Ärmeln, Dirndlhut mit Flaum oder Priener Hut (Festtagstracht). Röckifrauen tragen Chiemgauer Röcki und Priener Hut. Männer eine kurze Lederhose, Forstgrüne Joppe (Bernaublau), Leibe, blaue Krawatte, Dreherhut (Scheibling) mit Flaum, Loifein und Lofei-Socken. 28.C FREIWILLIGE (HISTORISCHE) FEUERWEHR RUHPOLDING, OBERBAYERN Gegründet 1873 feiert die Feuerwehr 2023 ihr 150-jähriges Bestehen. Zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und dem Trachtenverein Ruhpolding herrscht ein großer Zusammenhalt. Beim 150-jährigen Jubiläum werden sie durch die Trachtler vom GTEV D´Miesenbacher Ruhpolding unterstützt. Die historische Feuerwehr wurde 2010 gegründet und ist dieses Jahr das erste Mal beim Oktoberfest-Umzug mit dabei. Das Gewand besteht aus einer blauen Feuerwehr-Uniform (Bayern) und einer Mütze, die historische Feuerwehr-Uniform stammt um 1920. 1. Kommandant: Michael Mayer jun. 1. Vorstand: Thomas Böhnke. 29. SPATENBRÄU-FESTZELT OCHSENBRATEREI 29.A BLASKAPELLE HÖHENKIRCHEN-SIEGERTSBRUNN, OBERBAYERN Die Blaskapelle wurde 1980 gegründet und zählt heute 200 Musiker in vier Orchestern. Elf Lehrer unterrichten über 100 Schüler. 2015 wurden sie mit dem Bayerischen Musikpreis ausgezeichnet. Die Musiker tragen eine bayerische Tracht. Musikalischer Leiter ist Konrad Sepp. 29.B HUVTV „D´WÜRMTALER“ MENZING E.V., MÜNCHEN, OBERBAYERN Der Heimat- und Volkstrachtenverein D´Würmtaler Menzing e.V. repräsentiert sowohl die alpenländische Miesbacher Tracht als auch die bäuerliche Menzinger Tracht, die historisch sehr eng mit der Dachauer Tracht verbunden ist. Neben Kinder-, Jugend- und Aktivtanzgruppen gibt es Böllerschützen und Goaßlschnalzer im Verein. 30. SCHOTTENHAMEL-FESTHALLE 30.A FANFARENZUG GRAF TOERRING GERNLINDEN E.V., OBERBAYERN Gegründet im Jahr 1961 und nach dem „Ortsgründer“ Hans Veit III. Graf zu Toerring Jettenbach benannt. Dieser hat durch eine Landschenkung die Besiedelung der Ortschaft Gernlinden ermöglicht. Der Zug trägt die Brucker Burschentracht mit dem Familienwappen der Toerrings auf den Fahnen, Fanfarentüchern und Hosenträgern. Seit 1964 haben sie ununterbrochen an den Oktoberfesteinzügen teilgenommen. Gespielt wird auf Naturtonfanfaren und Landsknechtstrommeln, außerdem begleiten Fahnenschwinger und Fahnenwerfer den Fanfarenzug. Vorsitzender: Korbinian Raith. 30.B „DIE AULATALER“ VOLKSTUMSGRUPPE KIRCHHEIM E.V., HESSEN Am 24. September 1968 trafen sich rund 30 Jugendliche aus Kirchheim und Umgebung zum Tanzen und geselligen Beisammensein. Dies war die Geburtsstunde der Aulataler Volkstumsgruppe Kirchheim e.V. Seit dieser Zeit treten die Mitglieder mit Volkstänzen, Volksliedern und Laienspielen in Mundart auf. Als Gruppenkleidung wählten die Mitglieder die Hersfelder Festtagstracht aus der Zeit um 1900. Christian Sachs, Kapellmeister der Schwarzfischer „DIE ALTEN Wiesn-Hits GEHEN IMMER NOCH“ Christian Sachs weiß, welche Songs im Zelt gut ankommen. Foto: Oktoberfestkapelle Schwarzfischer Kapellmeister Christian Sachs ist seit 1988 für die Oktoberfestkapelle Schwarzfischer in der Festhalle Schottenhamel im Einsatz. Zuerst als Trompeter und Sänger, 2010 übernahm er das Dirigat von Otto Schwarzfischer. Sachs weiß also ganz genau, was ein Song mitbringen muss, damit er ein Wiesn-Hit wird. Im Interview verrät der Vollblut- musiker, welches Lied dieses Jahr durch die Decke gehen könnte und spricht über seine verrücktesten Oktoberfestmomente. Wie bereiten Sie sich jedes Jahr mental und körperlich auf die Wiesn vor? Eine gute körperliche Konstitution ist von Vorteil. Die Blechbläser müssen bereits einige Wochen vorher mit dem Üben beginnen. Für das Oktoberfest muss man anders trainieren. Wie im Sport: Ein Marathonläufer trainiert ganz anders als ein 100-Meter-Sprinter. Ähnlich ist es bei einem Blechblasinstrument. Für das Oktoberfest ist sechs Wochen vorher Krafttraining angesagt, sonst hält man es nicht durch. Generell muss man schauen, dass man fit ist und bleibt. Letztes Jahr war das Wetter sehr schlecht, da gab es bei uns einige Ausfälle. Wir hatten auch große Bedenken aufgrund von Corona. Die Wiesn-Grippe gibt es eigentlich jedes Jahr. Aber durch das Masketragen in den vergangenen Jahren war das Immunsystem nichts mehr gewöhnt. Einige hatte es richtig erwischt, mit Fieber und allem. Rein musikalisch: Auf welchen Wiesn-Hit freuen Sie sich am meisten? „Ein Prosit der Gemütlichkeit.“ Das ist der Wiesn-Hit schlechthin - und das schon seit über 100 Jahren. Nein, aber es hat alles seinen Reiz. Ob es die traditionelle, bayerische Musik ist, die wir unter der Woche tagsüber spielen, oder das Moderne, das am Abend dran ist. Mit „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ können Sie auch auf den Bier- verkauf Einfluss nehmen. Müssen Sie bestimmte Quoten erfüllen? Nein, müssen wir nicht. Wir spielen das „Prosit“ nach Gefühl, meistens schließen wir damit ein Set ab. Das dauert in der Regel 25 bis 30 Minuten. Natürlich animieren wir die Leute mit unserem „Die Krüge hoch“ zum Trinken. Ich habe es mal ausgerechnet: Wenn die Hälfte der 8 000 Personen im Zelt einen halben Ring beim Bierkrug leer macht, dann sind das ungefähr 600 Maß. Das kann man aber nicht genau sagen. Man muss auch bedenken: Wenn die Leute einmal gescheit trinken, machen sie erst 22

mal zehn Minuten Pause. Also ganz genau kann man es nicht sagen, wie viel deshalb mehr verkauft wird. Aber a bisserl was wird es bringen. Was macht einen Song zu einem Wiesn-Hit? Was muss er mitbringen? Er muss einen Klatsch-Rhythmus haben. Die meisten Wiesn-Hits haben einen 2/4- oder 4/4-Takt. Eine eingängige Melodie, die ins Ohr geht und hängen bleibt. Am besten noch irgendeinen Text, den man nach fünf Maß auch noch mitgrölen kann. Wie etwa „Hey Baby“ von DJ Ötzi. Schwierig wars bei „Macarena“, der Text ist auf Spanisch und viele sind der Sprache nicht mächtig (lacht). Aber da kam es dann eher auf die Bewegung an. Hat sich schon abgezeichnet, welcher Song der neue Wiesn-Hit wird? Bisher noch nicht. Aber es gab schon Jahre, in denen es keinen direkten Wiesn-Hit gab. Aber man informiert sich vorher immer, das geht schon beim Après-Ski los. Was wird da gespielt? Was kommt gut an? Bei uns im Zelt sind immer sehr viele junge Leute, deshalb spielen wir auch Ballermann-Hits. Wir können das, in anderen Zelten mit gesetzterem Publikum ist das vielleicht schon nicht mehr angebracht. Aktuell ist „Peter Pan“ von Julian Sommer und Mia Julia angesagt, aber ein Wiesn- Hit wird das wahrscheinlich nicht. Die Mallorca-Songs sind alle gleich: ein Techno-Beat, eine eingängige Melodie und ein Refrain, der oft wiederholt wird. Wie halten Sie sich über aktuelle Musiktrends auf dem Laufenden? Früher hat man ein bisschen Spionage betrieben. Ich bin auf Volksfeste gegangen und habe mir die anderen Bands angehört. Man kennt andere Kapellmeister und Musiker und stimmt sich ab. Wir helfen uns immer gegenseitig. Aber ich verfolge auch die Charts, vor allem die für Mallorca-Hits. Gibt’s Lieder, die Sie eigentlich gar nicht mehr spielen wollen, sie aber immer wieder gewünscht werden? Nein, denn wir müssen nicht alles spielen. Klar, letztendlich bestimmt das Publikum unser Repertoire. Wir sind schließlich für die Gäste da. Wenn sie etwas hören wollen, dann spielen wir es in der Regel auch oder versuchen es zumindest. Aber irgendwo ist auch Schluss. Was macht man, wenn das Publikum mal nicht mitzieht? Man verändert die Setliste. Gerade in den ersten zwei, drei Tagen wird ständig etwas geändert. Aber man hat auch einige Erfahrungswerte und die Programme der letzten Jahre. Wir spielen überwiegend Nummern, die die breite Masse ansprechen. Klar, bei 8000 Personen kann ich es nicht jedem recht machen. Aber unter der Woche haben wir Publikum gesetzteren Alters. Deshalb sind die alten Rock-Klassiker sehr wichtig, wie von Tina Turner oder Queen. Die kennen die Älteren, aber auch die Jüngeren. Die alten Wiesn-Hits wie „Fürstenfeld“ von S.T.S. gehen auch immer noch. Was ist das Verrückteste, was Sie bis her als Wiesn-Band erlebt haben? Wenn ich da jetzt auspacke (lacht). Das ist alles nicht jugendfrei. Früher hatten wir unwahrscheinlich viele Promis bei uns auf der Bühne. Aber das hat sich geändert, das geht aufgrund der Sicherheit nicht mehr. Die Leute drehen am Oktoberfest komplett am Rad - und die Stars müssen irgendwann wieder runter von der Bühne. Vielleicht haben sie auch Verträge mit dem Management, dass sie nicht auf die Bühne dürfen. Promis haben keine Freiheiten mehr für so was, so ist zumindest mein Eindruck. Früher war alles lockerer. Ob Thomas Gottschalk, Ottfried Fischer, Roberto Blanco oder DJ Ötzi - alle waren bei uns auf der Bühne. DJ Ötzi war bis vor Corona noch droben und hat seine Maß Bier getrunken. Der kam immer am ersten Tag nach dem Anstich zu uns und hat für eine halbe Stunde mitgemacht. Anna Wagner WIESN 2023

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